Lederkombi-Test 2018 – Safety first

„Lederkombi“ – warum eigentlich Leder?

Schutzkleidung ist ein wesentlicher Teil des Motorradfahrens. Sie soll dem Fahrer bei einem Unfall Sicherheit und Schutz bieten.  Die Lederkombi (oder „Lederkombination“) ist dabei die wohl sicherste und auch am bestenaussehendste Variante um sich heimisch auf seinem zweirädrigen Gefährt zu bewegen. Sie besteht aus einer Motorradjacke und einer Motorradhose, welche entweder über einen Reißverschluss verbunden werden, oder direkt zu einem ganzen Anzug verschmolzen sind.

moto-1084694_1920

Der Grund für die Beliebtheit ist einfach: Lederkombis sind viel abriebsicherer als Textilkombis. Weiterhin ist es so, dass eine Lederkombi wesentlich enger am Körper des Fahrers anliegt, was ein Verrutschen der Protektoren beinahe unmöglich macht.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Leder ein zähes Naturmaterial mit einer langen Lebensdauer ist. Eine besondere Eigenschaft ist die Wasserdichte bei gleichzeitiger Atmungsaktivität.

Speziell Lederkombis haben den Ruf sehr gerne von Supersport-Fahrern getragen zu werden, was nicht zuletzt auf der Abriebsicherheit und dem Nichtverrutschen der Protektoren begründet liegt. Selbst bei Rutschern mit hoher Geschwindigkeit bleiben diese Eigenschaften bestehen. Weiterhin gibt es ebenso Lederkluften für Chopper, Supermoto, Enduro…Fahrer. Diese empfehle ich ganz klar! Mein Motto beim Motorrad lautet: „Ohne meine Ledekombi fahre ich keinen Kilometer!“

Aber nicht nur eine gute Kombi, sondern auch ein guter Helm, ein paar gute Motorradhandschuhe, sowie geeignete Stiefel bilden die Vorraussetzung für eine optimale Absicherung des Fahrers.

 

Auf dem Motorrad ist man statistisch gesehen, wesentlich mehr gefährdet, einen Unfall zu haben, als mit dem Auto. Nicht selten können die Folgen gravierend sein, wenn man ohne geeignete Schutzkleidung unterwegs ist. Leider sieht man solche Meldungen viel zu oft in den Medien. Aus diesem Grund habe ich es mir zur Aufgabe gemacht Empfehlungen für Schutzausrüstung zu geben, um die generelle Sicherheit der Motorradfahrer zu erhöhen.


Die perfekte Lederkombi?

 

Die perfekte Lederkombi. Sie sieht gut aus (was natürlich ersteinmal nebensächlich ist) und hat eine gute Passform, um optimalen Schutz zu liefern.

Die Voraussetzung dafür ist ganz klar: sie muss hauteng anliegen. Viele Biker sagen gerne, dass sie wie eine zweite Haut am Körper anliegen sollte, das bedeutet: Wenn die Kombi beim ersten Anziehen sehr eng ist, keine Panik! Das Leder arbeitet, dehnt sich ein wenig und passt sich ganz von selbst dem Körper etwas an.

Natürlich dehnt sie sich keine zwei Meter, aber eine gute Lederkombi passt sich mit der Zeit etwas der Kontur des Fahrers an. Genau das ist auch der Grund, warum die meisten Biker ihre Lederkluft gar nicht mehr hergeben möchten.

Hierbei ist darauf zu achten, dass dem Fahrer auch in einer Sitzhaltung, absolut nichts abgeschnürt, abgedrückt o.ä. wird. Dies ist natürlich wichtig, denn sonst könnten dauerhafte Schäden auftreten oder z.B. das Bein des Fahrer „schläft ein“ während der Fahrt, und dies ist absolut nicht unser zu erreichendes Ergebnis. Allerdings ist mir noch nie solch ein Fall bekannt geworden.

Bei der ersten Anprobe ist unbedingt darauf zu achten, dass die Protektoren an der richtigen Stelle sitzen. Also immer schön darauf achten, dass Knie, Ellenbogen & Schultern vollständig vom vorhandenen Protektor eingehüllt sind. Am besten gleich noch einen Rückenprotektor in Kombination zur Lederkombi anprobieren, damit hier auch alles gut aufeinander abgestimmt ist.

Weiterhin sollte man unbedingt seine Beweglichkeit in der anzuprobierenden Kombi testen und vor allem die Kopffreiheit gut überprüfen. Natürlich wird die Beweglichkeit erst nach und nach besser, da eine neue Kombi zunächst etwas steifer ist, jedoch sollte man auch am Anfang nicht das Gefühl haben, in einer Zwangsjacke zu stecken.

 


Meine Empfehlungen:

 

1. Dainese Laguna Seca – Ein- & Zweiteiler

Dainese Lederkombis sind von jeher an etwas besonderes. Das Design ist einzigartig und hat schon Maßstäbe gesetzt, so auch der Platzhirsch unter den Lederkombis, die Laguna Seca.

Dainese Laguna Seca

Sie punktet mit einer guten Belüftung und Bewegungsfreiheit durch Stretcheinsätze an Oberschenkel, Ellenbogen bis hin zum Oberarm und vorderen Schulterbereich. Außerdem sieht sie verdammt gut aus und hat auch schon in einigen Rennen gezeigt, dass sie einiges aushält.

Die zweiteilige Kombination ist gerade im Sommer sehr praktisch, wenn man bei einem kleinen Zwischenstopp einmal die Jacke ausziehen möchte, oder auch einmal nur die Jacke tragen möchte.

Das Modell der Laguna Seca hat eine lange Tradition bei Dainese und ist in mehreren Modellen erhältlich. Zu meinen Favoriten gehört die Laguna Seca D1 als Zweiteiler und die „normale“ Laguna Seca als Einteiler.

Zum Sparangebot auf Amazon! (Laguna Seca D1) Zum Sparangebot auf Amazon! (Laguna Seca) Zu unserem Testbericht!

2. Alpinestars GP Pro

Alpinestars zählt genau wie Dainese zu den wohl berühmtesten Lederkombi-Herstellern auf der Welt. Die GP Pro ist ebenfalls eine zweiteilige Kombi, welche auch als Einteiler erhätlich ist, mit einem hervorragenden Schutz, welcher bei Alpinestars GP promehreren Rennstreckentests erfolgreich erprobt wurde.

Die Beweglichkeit wird hier durch etwas andere Stretcheinsätze gegeben. Diese sind Mikrofaser Akkordeoneinsätze, welche weitestgehend wasserdicht sind (bei entsprechender Imprägnierung) und eine hervorragende Bewegungsfreiheit bieten.

Diese Lederkombi ist in Schwarz-weiß-rot und Schwarz-weiß erhältlich.
Zum Sparangebot auf Amazon! Zu unserem Testbericht!

 


3. Dainese T. Aspide

Die nächste Kombi von Dainese auf dieser Liste. Und warum? Weil Dainese einfach gute Kombis produziert, so wie die Aspide.Dainese Aspide Einteiler

Die Dainese T. Aspide ist eine eher unauffälligere Lederkombi ohne das Dainese-Logo auf der Brust, aber dafür mit sehr schicken, dezent gehaltenen Designs, welche sicher in der Einteiler und Zweiteiler Version unterscheiden.

Markantestes Merkmal an dieser Lederkombi ist der innovative 2skin-Aufbau, welcher eine enorme Passgenauigkeit liefert und dem Fahrer optimal am Körper anliegt. Viele Strechteinsätze runden die Passform ab, um eine optimale Ergonomie zu ermöglichen.

Erhältliche Farben unterscheiden sich in der Ein- & Zweiteilervariante. Neben Schwarz-Anthrazit, Schwarz-weiß-grün & Schwarz-weiß-rot findet man in der Zweiteilervariante eine zur BMW S1000RR passende Weiß-schwarz-blau-rote Kombination.

Zum Sparangebot der Zweiteiler auf Amazon! Zum Sparangebot der Einteiler auf Amazon! Zu unserem Testbericht!

 


Wenn es dann soweit ist und die Lederkombi den ersten Fahrtwind erleben darf, gibt es nur noch eines:

Die Linke zum Gruß und volle Fahrt vorraus!

Bikes